Die USA gelten als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und sind das Land mit den weltweit meisten Nationalparks und einer ganzen Menge unberührter Natur. Ein Paradies für die Schwarzbären? Weit gefehlt! Mit der zunehmenden Ausbreitung des Menschen nimmt der Lebensraum der Bären immer weiter ab. Doch Schwarzbären sind sehr anpassungsfähig und gewöhnen sich schnell an die Anwesenheit von Menschen und an damit verbundene neue Nahrungsquellen wie Haushaltsabfall, Vogel- oder Hundefutter.
So wandert Meister Petz auch in besiedelte Gebiete, wo Konflikte mit dem Menschen vorprogrammiert sind: Eine Begegnung endet für den Bären oftmals tödlich! Allein in British Columbia werden pro Jahr 1.500 Schwarzbären erschossen - zurück bleiben Bärenwaisen, die ohne menschliche Hilfe kaum eine Überlebenschance hätten.
Zum Glück für den Schwarzbären gibt es das Idaho Black Bear Rehab Centrum (IBBR): Sally Maughan entwickelte hier ein Reha-Programm für verwaiste und verletzte Schwarzbären. Hier werden verletzte Tiere wieder aufgepäppelt und den Jungbären alle Überlebenstechniken für ein Leben in der Wildnis vermittelt. Nach ca. einem Jahr werden die Tiere zum Zeitpunkt ihrer 5-monatigen Winterruhe ausgewildert und finden sich nach dem Erwachen in der Freiheit wieder. Das Projekt wurde zu Beginn kritisch beäugt, da die Wildlife State Agencies in den USA keine Erfahrung mit dem Auswildern von Bären hatte. Doch der Erfolg spricht für das Programm: Alle Tiere, die an dem Reha-Programm teilgenommen haben, konnten erfolgreich ausgewildert werden.