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EXPEDITION AMAZONAS

Die Regenwälder im Einzugsgebiet des wasserreichsten Flusses der Erde werden zurecht die Kronjuwelen der Weltnatur genannt. Das Amazonas Becken! Es beherbergt rund 40.000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten und alleine 1.294 Vogelarten. Große Flächen in Amazonien sind noch nahezu unerforscht.

So auch das Gebiet des erst am 5. Juni 2006 verkündeten Juruena Nationalpark in Brasilien. Mit einer Größe des Bundeslandes Sachsen ist er ein wichtiger Lückenschluss in einer Reihe von Schutzgebieten, die wie ein Riegel gegen die heranrückende Entwaldung fungieren sollen.

Bereits 17 Prozent der Regenwaldflächen in Amazonien sind für immer vernichtet worden. Die Entwaldung scheint kaum zu stoppen. Weiterhin wird für endlose Weideflächen der Rinderrancher und für die nachrückende Soja- und Maisindustrie der Amazonas-Regenwald abgeholzt. Alleine Deutschland importiert jährlich über drei Millionen Tonnen Soja aus Brasilien.

Organisationen wie der WWF kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Zerstörung an. Sie fordern neue Schutzgebiete und managen diese bei ihrer Etablierung. Ziel ist es am Ende 50 Millionen Hektar, eine Fläche so groß wie Spanien, dauerhaft zu schützen. Heute wird jedoch deutlich, dass die Anstrengungen aller Akteure noch einmal erheblich verstärkt werden müssen, um die Entwaldung zu stoppen.

Der neu ausgesprochene Juruena Nationalpark ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Eine vom WWF Deutschland finanzierte und mitorganisierte Expedition in die noch unerforschten Tiefen des Juruena-Dschungels soll nun die Voraussetzung schaffen, dass ein Nationalparkkonzept entwickelt und umgesetzt werden kann.

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